An der Grenze
An der Grenze - Ein absurdes Theaterstück
Der Autor stellt hier die Neufassung eines Theaterstücks vor, das 1963 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde. Es handelt sich um ein Werk des absurden Theaters, in dem die einzelnen Figuren ihre Identität wechseln und die Grenze zwischen Traum und Realität flieβend ist. Kolak, ein erfolgloser Schlagersänger, bricht zu einer geheimnisvollen Reise auf und trifft im Zug auf eine junge Frau, die seine Geliebte wird. Der Kaminfegermeister verhaftet ihn wegen Schmuggels, seine Geliebte verlässt ihn, seine Mutter sucht ihn, aber sie findet ihn nicht. Am Ende fesselt der Schwarze Mann alle Personen, nur Kolak bleibt frei, weil er der einzige ist, der es wagt, über die Grenze zu gehen.
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ISBN 978-3-8334-6570-3, Paperback, 72 Seiten, Euro 4,70 / sfr. 8,90
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Leseprobe
KOLAK richtet sich nach einer Weile auf, wie aus dem Schlaf schreckend.
Mutter! Mutter!
Lange Pause. Es regt sich nichts.
Wie im Traum singt Kolak den Song vom schmutzigen Schnee.
Scheinbar eine Katze
scheinbar ein Hund
Mädchen mit dem Mandelkern
Mädchen mit dem Rosenmund
nimm dich in Acht
vor dem Dieb in der Nacht
vor dem schmutzigen Schnee
an der Grenze.
FRAU SCHÖNMANN tritt ein.
Herr Kolak... Es ist jemand da, der zu Ihnen will. Darf ich ihn hereinbringen?
KOLAK
Wer ist es?
FRAU SCHÖNMANN
Er wartet schon lange.
KOLAK
Er soll noch länger warten.