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| Evolution und Sterblichkeit |
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| Warum wollen die Menschen möglichst lange leben? Weil sie Angst haben vor dem Tod. Tabuisierung und Flucht in irrationale Unsterblichkeitsphantasien sind die Folgen dieser Angst. Der Autor betrachtet die Sterblichkeit als Resultat der Evolution. Er skizziert eine Ethik, die den Tod als natürliches Ereignis akzeptiert und zeigt die Konsequenzen auf, die sich daraus für den letzten Lebensabschnitt ergeben. |
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| ISBN 978-3-8391-3355-2, Paperback, 212 Seiten, Euro 15.70 / sFr. 26.50 |
Das Buch kann über den klassischen Buchhandel oder über den Internetbuchhandel bezogen werden.
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das buch ist mit einer aussergewöhnlich klaren, schlichten sprache geschrieben, die sich konsequent dem inhalt unterordnet und den text schritt für schritt behutsam weiterträgt.
Heinrich Kuhn
Die klar geführten Linien seiner Überlegungen sind es wert, von einem groβen Leserkreis zur Kenntnis genommen zu werden.
Ludwig A. Minelli in Mensch und Recht Nr. 117
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| Leseprobe |
Die Information ist in der Materie gespeichert, und zu ihrer Verarbeitung sind energetisch-materielle Prozesse notwendig. Diese Erkenntnis verweist die Vorstellung einer vom Körper unabhängigen Seele ins Reich der Phantasie. Die Information kann nicht ohne die Materie bestehen, die Seele nicht ohne den Körper. In der Analyse können wir diese beiden Seins-Kategorien zwar auseinanderhalten und ihre grundsätzliche Verschiedenheit beschreiben, aber in der Realität lassen sie sich nicht trennen.
Ich versuche den Unterschied zwischen Materie und Information anhand eines einfachen Beispiels zu verdeutlichen. Wenn ich schreibe, ist das Stück Papier, das vor mir auf dem Tisch liegt, Materie, ebenso wie die Feder und die Tinte, die ich zum Schreiben benutze. Die Kraft, die ich benötige, um die Feder zu führen, ist Energie, und der Inhalt dessen, was ich schreibe, ist Information. Damit aber das Geschriebene eine Information werden kann und nicht ein bloβes Gekritzel bleibt, muss es verstanden werden. Daraus können wir schlieβen: Information entsteht zwischen zwei Systemen, von denen das eine informiert und das andere informiert wird.
Schreiben, in diesem speziellen Fall, bedeutet: einer bestimmten Materie, nämlich der Tinte, mit einer bestimmten Materie, nämlich der Feder, auf einer bestimmten Materie, nämlich dem Papier, eine bestimmte Struktur geben, und zwar so, dass sie ein potentieller Leser verstehen kann. Dieser Leser kann das Geschriebene nur dann verstehen, wenn er dieselbe Sprache spricht wie der Schreibende. Die Sprache ist der Code, der den Schreibenden mit seinem Leser verbindet. Daraus können wir folgern: Information ist ein materielles Muster, das von dem einen System erzeugt und von dem anderen aufgrund eines gemeinsamen Codes verstanden wird. |
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