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| Das Bewusstsein |
| Ursache und Überwindung der Todesangst |
| Der Autor nennt drei Wege zur Überwindung der Todesangst: erstens das Verdrängen der eigenen Sterblichkeit, zweitens den Glauben an ein Leben nach dem Tod, drittens das Denken. Was kann das Denken zur Überwindung der Todesangst beitragen? Denken bedeutet hier vor allem Begriffsklärung. Jede Begriffsklärung jedoch ist mit Sprache verbunden, woraus sich die Frage ergibt: Was bedeuten Wahrnehmen, Vorstellen, Empfinden etc., und welche Beziehung haben diese Begriffe zu unserem eigenen Bewusstsein und zu unserer eigenen Erfahrung? Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass dem Tod nichts Schreckliches anhaftet, weil wir dann, wenn wir nicht mehr da sind, auch nicht merken, dass wir nicht mehr da sind. |
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| ISBN 978-3-8334-4914-7, Paperback, 188 Seiten, Euro 13.20 / sFr. 24.50 |
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| Leseprobe |
| Das Sterben ist heute weniger augenfällig als früher: Es ist in die Spitäler und Sterbehospize verdrängt worden. Vielleicht vermögen wir uns trotzdem an den Tod eines uns nahe stehenden Menschen zu erinnern: an sein Sterben, an sein Aussehen als Leichnam, an die Lücke, die er zurückgelassen hat, und an das allmähliche Zuwachsen dieser Lücke. Dieses Zuwachsen geschieht dadurch, dass sein Nicht-mehr-da-Sein uns zur Gewohnheit wird. Wir sind jetzt nicht mehr mit seiner realen Person verbunden, sondern nur noch mit seiner virtuellen: mit der Erinnerung, die in unserem Gedächtnis gespeichert ist. Und so lange wir selber noch am Leben sind, wird auch diese Erinnerung erhalten bleiben. In diesem Sinne können wir sagen, der Verstorbene sei in unserer Erinnerung unsterblich geworden. Er lebt nach seinem Tode weiter, aber nicht in einem imaginären Jenseits, sondern als Information in unserem Gedächtnis, in unseren Träumen. So können auch wir im Gedächtnis anderer Menschen unsterblich werden. Es bleibt zu hoffen, dass wir in ihren Träumen nicht als Schreckgestalten, sondern als Lichtfiguren erscheinen werden. |
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